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20 Jahre Extra-ÖPNV-Power in Werder (Havel)

Schon vor 20 Jahren investierten die Stadtväter und –mütter von Werder (Havel) mit einer mutigen Entscheidung in umweltschonende, autofreie Mobilität für die Menschen im Havelstädtchen. Am 27. September 1999 rollten die ersten beiden CityBusse durch die Stadt. Für nur eine Mark pro Fahrt – ermäßigt oder als Viererkarte sogar noch günstiger - war dies der Start eines wegweisenden und gern genutzten extra ÖPNV-Angebotes. Im Rundkurs erschlossen die nur für diese Linie angeschafften kleineren Busse nicht nur neue Stadtbereiche, wie die Insel, den Werderpark oder die Jugendhöhe für den ÖPNV. Zum damaligen Service gehörte auch das Ein- und Aussteigen zwischen den festen Haltestellen.

Insbesondere ältere Einwohner Werders sowie Touristen sollten besser in der Stadt mobil sein können. 33.000 Mark im Jahr ließ sich die Kommune diesen Extra-Service kosten. Einstimmig standen die Stadtverordneten damals hinter dem Projekt, der Landkreis Potsdam-Mittelmark und die damals in der Region aktive Verkehrsgesellschaft Havelbus unterstützen und begrüßten dieses Projekt. Der wachsende Zuspruch manifestierte sich in den Fahrgastzahlen: Am 2. März 2001 wurde der 250.000. Fahrgast des CityBusses empfangen, im März 2002 bereits der 500.000. und im Juli 2003 sogar der 750.000. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2003 wurde der Kesselgrund in die Streckenführung aufgenommen und eine 30minutige Bedienung pro Richtung eingeführt.

Nach kleineren Veränderungen mündete der Erfolg des CityBus-Projekts letztlich im Januar 2017 im powerbus-Netz. Mehr Reichweite bei - dank Großgemeindetarif - weiterhin günstigem Preis für die Werderaner und ihre Gäste lassen den Zuspruch stetig steigen. Die zum Jahresanfang erfolgte Evaluation des powerbusses nach zwei Jahren zeigte 30% Fahrgastzuwachs im Gesamtnetz und bis zu 64% auf einzelnen Linien. Mit neuen Angeboten wie der Ausweitung des Nachtverkehrs und einer neuen PlusBus-Linie als direkte Verbindung zwischen Beelitz und Werder (Havel) wurde der Service erweitert und Kundenwünschen Rechnung getragen. Insgesamt werden nun im powerbus-Netz täglich 10.000 Fahrgäste befördert, 3.000 davon allein innerhalb des Stadtgebietes von
Werder (Havel) durch die Linien 630 und 631.

Das 20. Jubiläum des CityBusses ist daher ein guter Anlass den treuen Kunden einmal Danke zu sagen für das Nutzen dieses umweltfreundlichen Mobilitätsangebotes. Die heute Morgen am Bahnhof Werder (Havel) und Plantagenplatz und über den Tag in den Bussen der regiobus an die Fahrgäste verteilten Vitaminbomben in Form großer roter Äpfel aus der Region ließen so manche Augen strahlen. Der Dank kam an und wurde von den Kunden auch zurückgegeben.

Lars J. aus Werder (Havel) bekannte sich, gerade erst den ÖPNV für sich entdeckt zu haben. Per Bus und Bahn reist er gern in seine alte Heimat Eberswalde. Mit dem VBB-Ticket ginge dies mit einem Bruchteil der Pkw-Kosten und er bräuchte sich nicht in den Baustellenstau auf der Autobahn zu stellen. Das Ticket kaufe er bequem im Bus und Pünktlichkeit sei bei diesen auch kein Problem. „Da könnte sich so mancher andere eine gute Scheibe abschneiden“, lobt er.

Auch die Seniorin Hildegard L. aus Glindow nutzt gerne die Angebote der powerbus-Linien. Einmal in der Woche fährt sie zum Werderpark zum Einkaufen. Die Verbindung sei gut und die Fahrer helfen ihr beim Ein- und Aussteigen mit Rollator und Einkauf. „So kann man zufrieden sein“, stellt sie fest.

Fiona R. ist in der Ausbildung. Die Werderanerin fährt jeden Tag per Bus nach Potsdam „Dann muss ich nicht umsteigen, um zum Luisenplatz zu kommen“, begründet die junge Frau ihre Fahrzeugwahl. Ebenso schätzt sie die Möglichkeit zum Ticketkauf beim Busfahrer. Gerade für ältere wäre dieser direkte Kauf in den Bussen der regiobus angenehmer, die Automatenvariante.


Werner Große, Bürgermeister der Stadt Werder (Havel) von 1990-2014:
Gerade für unsere älteren Bürger bestand damals das Problem der Mobilität innerhalb der Stadt:Einfach einmal zum Einkauf oder Arzt zu fahren ohne auf das Auto eines anderen angewiesen zu sein. Gleichzeitig sollten weitere Bereiche der Stadt angeschlossen werden. Wir haben hier gemeinsam mit der damaligen Verkehrsgesellschaft Havelbus und dem Landkreis überlegt, was
möglich ist. Verschiedene Varianten waren im Spiel und dann ging es eigentlich relativ schnell. Der CityBus war wirklich eine Erfolgsgeschichte, die bis heute weiterwirkt. Havelbus und jetzt regiobus ist für ihre Arbeit zu danken. Gemeinsam konnten wir das Streckennetz ständig ausweiten. Zuletzt sogar mit einer völlig neuen PlusBus-Linie 641, die nun im geteilten Mittelzentrum Werder (Havel)
mit Beelitz verbindet. Solche vernetzten Angebote fördern den Umstieg auf den umweltfreundlichen ÖPNV.

Manuela Saß, Bürgermeisterin der Stadt Werder (Havel)
Die vor 20 Jahren getroffene Entscheidung, den Werderaner CityBus zu fördern, ist über Parteigrenzen hinweg getragen worden. Der verbesserte ÖPNV brachte einerseits gerade älteren und jungen Menschen ohne Auto ein Mehr an Lebensqualität und Bewegungsfreiheit. Andererseits konnten und können wir auf diese positiven Erfahrungen von damals heute aufbauen. Auch das powerbus-Konzept traf auf breite politische Zustimmung, der powerbus ist mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags. Das zeigen uns nicht zuletzt die jüngsten Zahlen zum powerbus-Netz mit bis zu 64 Prozent Fahrgastzuwächsen auf starken Linien. Wir werden auch weiterhin gemeinsam mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und der regiobus Potsdam Mittelmark an der
Attraktivität des Busnetzes in Werder (Havel) arbeiten. Klimafreundliche Mobilität ist seit vielen Jahren ein Thema in unserer Stadt. Darauf können wir zu Recht stolz sein.

Jana Busch Fachdienstleiterin Fachdienst Verkehr des Landkreises Potsdam-Mittelmark
Dass wir heute auf ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz in der Stadt Werder (Havel) blicken können, ist das Resultat der wirklich guten Zusammenarbeit aller Akteure. Es wird sich nicht auf dem Ist-Zustand ausgeruht beim Ziel ein attraktives Alternativangebot zum motorisierten Individualverkehr zu schaffen. Der Schritt vom CityBus zum powerbus war dann der logische nächste Schritt in dieser sich rasant entwickelnden Region.

Thorsten Müller, Prokurist und Verkehrsleiter der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH
Die Region Werder (Havel) erfreut sich als Wohn- wie Arbeitsort an der Havel weiterhin wachsender Beliebtheit. Umso wichtiger war und ist es, die Mobilität der Menschen im Blick zu behalten und an die Bedürfnisse der Fahrgäste anzupassen. ÖPNV wird heute immer mehr als Beitrag zur Lebensqualität geschätzt. Dass dem bereits vor 20 Jahren mit einer bewussten städtischen Investition in das Nahverkehrsangebot Rechnung getragen wurde, war wegweisend.Wir freuen uns, dies mit dem aktuellen powerbus-Angebot fortsetzen zu können und danken daher den Akteuren von damals und nicht zuletzt auch unseren treuen Kunden, die dieses Angebot gerne annahmen und -nehmen und bei ihrer Mobilität den Klimaschutz mitdenken.